Die Ausstellung „Klänge des Lebens“ lässt auf künstlerische Weise Menschen zu Wort kommen, die als Sinti, Roma oder Jenische im Nationalsozialismus verfolgt wurden und den Völkermord überlebt haben. Angehörige der zweiten Generation berichten, welche Spuren dieses Menschheitsverbrechen bei ihnen selbst und innerhalb ihrer Familie hinterlassen hat. Die Wanderausstellung ist noch bis zum 30. März in Neuss zu Gast.
Eine offene Finissage findet am Sonntag, 30. März, um 11:00 Uhr im Rathaus-Foyer mit einer Führung durch den Kurator und Musiker Markus Reinhardt statt.
Die Künstlerin Krystiane Vajda und ihr Mann Markus Reinhardt vom Verein Maro Drom – Kölner Sinte und Freunde e.V. haben 45 Zeitzeugen-Interviews mit Überlebenden des Holocaust geführt. Die Ausstellung bringt Besucher*innen die Geschichten verfolgter Sinti, Roma und Jenische näher und regt zum Nachdenken an. Die Ausstellung setzt aber auch ein Zeichen gegen Diskriminierung und warnt vor dem Erstarken rechtsextremer Parteien.
Roll-Ups, Filme und Fotomontagen zeigen das Leben vor und während der Zeit des Nationalsozialismus. Lebensgroße Figuren hängen als „Erinnerungskörper“ an Fleischerhaken und symbolisieren Menschen, die durch das NS-Regime gefoltert und ermordet wurden. Die Aufnahmen werden sowohl im Rathaus-Foyer gezeigt als auch in einem originalen Oldtimer-Wohnwagen auf dem Markt unterhalb des Freithofes. Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten des Rathauses für die Öffentlichkeit kostenlos zugänglich.