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Steigende Einsatzzahlen bei der Kreisleitstelle: Feuerwehr und Rettungsdienst rückten mehr als 93.000 Mal aus

Die Einsatzzahlen der Feuerwehren und des Rettungsdienstes im Rhein-Kreis Neuss sind auch im letzten Jahr wieder gestiegen. So verzeichnete die integrierte Leitstelle für Rettungswesen, Feuer- und Katastrophenschutz des Rhein-Kreises Neuss 2022 insgesamt 93 026 Einsätze und disponierte damit fast 8 500 Mal häufiger als im Vorjahr einen Einsatz.

Leider wird die Notrufnummer 112 wohl häufig auch dann angerufen, wenn kein wirklicher Notfall vorliegt. Wenn bei medizinischen Problemen kein akuter Notfall vorliegt, sind die Hausärzte beziehungsweise außerhalb der Sprechzeiten der ärztliche Notdienst unter der Nummer 116117 zuständig.

Für die Leitstelle des Rhein-Kreises Neuss waren die einsatzreichsten Tage am 18. Februar mit 271 Feuerwehreinsätzen beim Sturmtief Zeynep und am 30. Juni bei Starkregen mit 212 Feuerwehreinsätzen. Bei beiden Unwetterlagen gab es zum Glück keine dramatischen Schäden oder gar Verletzte im Kreisgebiet.

Die Feuerwehren im Kreisgebiet rückten im vergangenen Jahr 7 359 Mal aus; im Jahr davor bilanzierte das Amt für Sicherheit und Ordnung des Rhein-Kreises unter Leitung von Marcus Mertens 6 887 Feuerwehr-Einsätze. Erneut standen dabei häufig technische Hilfeleistungen im Vordergrund, von der Personenrettung bei Verkehrsunfällen bis zum Sturmeinsatz bei abgeknickten Bäumen. 55 425 Mal schickte die Leitstelle im vergangenen Jahr den Notfall-Rettungswagen los; dies waren fast 4 400 Rettungswagen-Alarmierungen mehr als 2021. Mit 30 242 Krankentransporten, die von der Kreisleitstelle organisiert wurden, stieg auch diese Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 3 350 Einsätze an.

Alle Anrufe unter 112 gehen rund um die Uhr in der Kreisleitstelle am Hammfelddamm in Neuss ein. Insgesamt 31 Disponentinnen und Disponenten – alles erfahrene Feuerwehrkräfte und ausgebildete Rettungsassistenten und Notfallsanitäter – nehmen im Schichtdienst die Anrufe an. Sie koordinieren die Einsätze im Kreisgebiet und alarmieren bei Bedarf die 1 600 Feuerwehrkräfte und 400 Helferinnen und Helfer im Rettungsdienst.