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Früher Klarheit für Familien bei Kita-Vergaben schaffen – Wir wollen das Vergabeverfahren für Betreuungsplätze verbessern

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist der SPD Neuss wichtig. Genauso wie eine gute Kinderbetreuung. Deshalb setzen sich die Sozialdemokraten im Rat der Stadt Neuss dafür ein, dass das Vergabeverfahren für Betreuungsplätze in Kindertageseinrichtungen und der Kindertagespflege grundlegend verbessert wird. Konkret soll die Stadtverwaltung prüfen, wie Abläufe beschleunigt, vereinfacht und organisatorisch vereinfacht werden können. „Unser Ziel ist es, dass Eltern deutlich früher als bisher eine verlässliche Platzzusage erhalten”, erklärt Nadine Baude, die jugendpolitische Sprecherin der SPD Neuss.

Dazu will die SPD untersuchen lassen, ob zukünftig ein einziges, gebündeltes Vergabeverfahren für die Vergabe von Kita-Plätzen anstelle mehrerer Vergaberunden eingeführt werden kann. Eltern sollen ihre Wunsch-Kitas verbindlich priorisieren können, ergänzt durch digitale Hilfen im Kita-Navigator. Ebenso möchte die SPD prüfen lassen, welche rechtlichen, technischen und finanziellen Voraussetzungen dafür nötig sind – und wie sich ein solches Verfahren auf Transparenz und Chancengleichheit auswirkt.

Für Familien ist eine frühzeitige Zusage für einen Betreuungsplatz entscheidend, um Beruf und Familie zuverlässig planen zu können. „Derzeit erhalten viele Eltern erst sehr spät Gewissheit darüber, ob und wo ihr Kind betreut wird“, sagt Nadine Baude. Das erschwere nicht nur die persönliche Lebensplanung, sondern auch den beruflichen Wiedereinstieg. „Andere Kommunen zeigen, dass es auch anders geht“, so Baude. Die Stadt Dormagen hat ihr Verfahren kürzlich digital weiterentwickelt, klare Fristen eingeführt und alle Bewerbungen in einer Runde bearbeitet. Dadurch können Platzzusagen deutlich früher erfolgen und unnötige Nachverfahren vermieden werden.

Ein modernes, digitales Vergabeverfahren kann viele Vorteile bringen: Mehr Planungssicherheit für Eltern, weniger Verwaltungsaufwand für Stadt und Träger und mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit bei der Platzvergabe. Gleichzeitig bleibt es Anspruch der SPD, die pädagogische Eigenständigkeit der Träger zu wahren und rechtliche Vorgaben einzuhalten. Mit ihrem Prüfauftrag will die SPD herausfinden, ob und wie ein solches Modell auch in Neuss umgesetzt werden kann. „Unser Ziel ist klar: Ein faires, effizientes und familienfreundliches Verfahren schaffen, das Eltern, Kindern, Trägern und Verwaltung gleichermaßen gerecht wird”, so Nadine Baude abschließend.